Diakonische Stiftung Zeit-Stiften

Schulstarter-Pakete

Kinder aus armen Familien (Hartz IV) haben es schwer, mit der richtigen Ausstattung eingeschult zu werden. „Zeit-Stiften“ organisierte mit den Grundschulen und Kirchengemeinden, dass die Schulanfänger mit einem gut sortierten Schulranzen von Buntstiften, Tuschkasten usw. in die Schule gehen können. So gibt es keinen Unterschied unter den Erstklässlern. Nachdem 2008 Schulstarterpakete in den Pfarrämtern ausgegeben wurden, gab es nach einer Pause 2012 100 Euro in Form von zwei Gutscheinen dort abzuholen. Zwecks Einlösung der Gutscheine ist mit möglichst ortsnahen Schreibwarengeschäften eine Kooperation vereinbart worden. Bargeld soll nicht ausgezahlt werden. Für die anstehenden Elternabende in den Schulen ist ein entsprechendes Informationsblatt den Schulen zugestellt worden.

Familienzentrum

In dem Kindergarten der Ev.-luth. Paulus-Kirchengemeinde wurde in der sozialpädagogischen Betreuung der aus den verschiedensten Kulturen stammenden Kinder von Anfang an auf die altersgemäße Entwicklung geachtet. Dazu gehört auch ein großer Anteil an Elternarbeit. Hierzu wurde ein Familienzentrum eingerichtet mit einer hauptamtlichen Sozialpädagogin. Mit folgenden Angeboten ist das Familienzentrum 2010 gestartet: Erziehungs- und Familienberatung, Sprechstunden für Migranten, Unterstützung bei Anträgen, Behördengänge und Ernährungsberatung.

Sprachförderung in Kindergärten

Das Projekt ist entstanden, um die Bedingungen für Kinder, Eltern und die sozialpädagogischen Fachkräfte in den evangelischen Kindertagesstätten zu verbessern. Eine Sprach-Heilpädagogin leitet die situationsbedingten, im Alltag integrierten Fördermöglichkeiten. Die wichtigsten Ziele dieses Projektes sind u.a. ein kostenneutrales Angebot für alle Kinder und Eltern in den Kitas, Eingliederungshilfen für sprachlich auffällige Kinder in ihrem Umfeld und begleitende Beratung der Eltern vor Ort.


Hilfe für Schulverweigerer

Vermehrt weigern sich einige Kinder in die Schule zu gehen. Weder die Schule, die Eltern noch das Jugendamt sind in der Lage, die Schulpflicht durchzusetzen. Diese Kinder sind für einen geordneten Lebensweg schon sehr gefährdet. Die Jugendwerkstatt des Kirchenkreises mit seinem sozialpädagogisch ausgerichteten Arbeitsansatz begleitete seit Januar 2009 zehn Schulverweigerer. Ziel sollte es sein, zunächst mit Ihnen einen geordneten Tagesablauf zu gestalten, ihnen zu vermitteln, dass ohne ein Minimum an Schulbildung ein normales Leben in der heutigen Gesellschaft nicht möglich ist. Nach einer gewissen Stabilisierung des Verhaltens sollte die Vermittlung von Schulunterricht versucht werden. Eine Integration in den Schulbetrieb scheint in den schwierigen Fällen nicht mehr möglich zu sein. Das Projekt wurde 2010 beendet aus Mangel an Kooperation mit den Schulen und der Schulbehörde.

Projekt Sang und Klang in Kindergärten

Musik wirkt sich positiv auf die Intelligenz-Entwicklung und das Sozialverhalten von Kindern aus. Doch leider spielt Erziehung mit Musik in vielen Familien keine Rolle mehr. Auch den Erzieherinnen in den Kindertagesstätten fehlt oft die Ausbildung, bei den Kindern die Liebe zur Musik zu wecken. Diese Situation möchte die Stiftung „Zeit-Stiften“ mit dem Projekt „Sang und Klang im Kindergarten“ ändern. In Kooperation mit der Kreismusikschule Gifhorn soll die Erziehung mit Musik in den Kindergärten neu belebt werden. 20 Wochen lang kommen jeweils einmal in der Woche Musikpädagoginnen in die sieben Kindertagesstätten des Kirchenkreises Gifhorn. Sie singen und musizieren mit einer Kindergruppe und ihren Erzieherinnen. So werden die Erzieherinnen qualifiziert. Nach einigen Wochen übernehmen sie unter Anleitung der Musikpädagoginnen die musikalischen Einheiten. Nach den 20 Wochen sollen die Erzieherinnen „Sang und Klang“ in ihrer Einrichtung selbständig fortsetzen. Zusätzlich kommen die Erzieherinnen für sechs Abendstunden in die Kreismusikschule. In einer grundlegenden Einführung erlernen sie Rhythmik, Singen und Orffsche Instrumente.

Lesehelfer gehen in die Grundschulen

Lesen können ist eine Grundvoraussetzung, um in der heutigen Welt am Leben teilzunehmen. Die Voraussetzung muss in der Grundschule gelegt werden, sonst ist das Fortkommen in der Schule gefährdet. In großen Klassen haben es lernschwache Schüler immer schwer, im Lesepensum mitzukommen. Freiwillige, dafür geeignete Helfer besuchen die Schulen und lesen mit den zu fördernden Kindern in einem extra Raum den Text, der während der Zeit in der Klasse geübt wird. Deutschlehrer und Lesehelfer verabreden ihre Zusammenarbeit. Begonnen wurde mit drei Grundschulen mit dem Ziel, die Lesehilfe auf alle Grundschulen des Kirchenkreises auszudehnen, wenn diese es wünschen. In jedem Schuljahr sind etwa 26 Lesehelferinnen und Helfer an allen Grundschulen der Stadt und einigen im Landkreis unterwegs.

Ehrenamtliche Krankenhaus-Seelsorge

Im Gifhorner Kreiskrankenhaus machen sechs Ehrenamtliche wöchentlich jeweils auf einer festen Station Seelsorgebesuche. Begleitet wird die Arbeit durch die hauptamtliche Krankenhausseelsorgerin Pastorin Christel Gades in regelmäßig stattfindenden Gruppensitzungen. „Zeit-Stiften“ hat wiederholt die Fortbildung dieser Ehrenamtlichen gefördert. Behandelt wurden die seelsorgerliche Gesprächsführung, die Auseinandersetzung mit dem Krankenhaus als Institution und die Reflexion der eigenen Glaubens- und Lebenseinstellung im Zusammenhang mit Krisenerfahrungen.


Ratz-Fatz-Sportprogramm

Verhaltensauffälligen Schülern (Bewegungsbedarf, Aufsässigkeit gegen Schüler und Lehrer, usw.) sollte die nötige Ablenkung durch Sport ermöglicht werden. An drei Wochentagen führte ein Dipl.-Sportlehrer eine angeleitete sportliche Betätigung für Schülerinnen/Schüler der Gebr. Grimm-Schule durch. Diese wurde in Kooperation mit dem MTV Gifhorn auch auf den Freizeitbereich ausgeweitet. Hierbei erfuhren Schülerinnen/Schüler, ihre motorischen Bedürfnisse sinnvoll auszuleben. Der Sport hat sie auch zu kameradschaftlichen Verhalten erzogen.

Ein Tag für pflegende Angehörige

Seit dem Jahr 2004 ermöglicht ein gemeinsames Projekt der Stiftung „Zeit-Stiften“ und der Diakoniestationen im Kirchenkreis Gifhorn pflegenden Angehörigen einen freien Tag: Jeweils im Herbst werden die pflegenden Ehepartner oder Kinder zu einem Ausflug eingeladen. Sie erleben einen Tag ohne häusliche Belastungen; sie kommen heraus dem Alltag der Krankheit; sie tauschen sich mit anderen aus; sie nehmen für einen Tag eine „Auszeit“ und schöpfen Kraft für die folgenden Tage. Dabei werden die pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause von Kräften der Diakoniestationen versorgt. Das Angebot wendet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Kirchengemeinden des Kirchenkreises Gifhorn. Bitte nehmen Sie Kontakt auf über die Diakoniestationen.


Tut es

Es gibt nichts Gutes, außer man TUT ES. Es soll die Integration durch soziales Engagement von Migrantinnen und Migranten verwirklichen. Projektträger ist die Ev.-luth. Paulus- Kirchengemeinde Gifhorn. Die offene Jugendarbeit im Jugendtreff Pauke ist der Türöffner für die pädagogische Arbeit mit den jungen Zuwanderern.

Welcome

Geschulte freiwillige Helfer(innen) kommen auf Wunsch der Familien mit neugeborenen Kindern zu ihnen, um in der neuen Familiensituation hilfreich zu sein, Entlastung zu schaffen. Welcome startete im November 2007 und ist aus dem diakonischen Angebot des Kirchenkreises nicht mehr wegzudenken.


Unterstützung Kreisjugenddienst

Zur Unterstützung der vielfältigen Jugendarbeit in den Kirchengemeinden hat der Kirchenkreis für ein Jahr eine Stelle für ein freiwilliges soziales Jahr eingerichtet. Die Stiftung hat sich wesentlich an der Finanzierung beteiligt. Die Unterstützung des Kreisjugendpflegers kommt der Jugendarbeit in den Kirchengemeinden zugute.

Projekt gegen Lese- und Rechtschreibschwäche

Die Rektorin der Gebrüder-Grimm-Schule Dörte Gollin wandte sich mit einem Hilferuf an „Zeit-Stiften“: An der Grundschule hatten etliche Kinder eine Lese- und Rechtschreibschwäche. Die Stiftung initiierte ein Förderprojekt zusammen mit der Jugendhilfe Rischborn der Diakonischen Heime Kästorf. Die Projektkosten für das Schuljahr 2006/2007 betrugen 10.000 Euro. Der Betrag wurde von „Zeit-Stiften“ und dem Rotary Club Gifhorn-Wolfsburg aufgebracht. Für letzteren überreichte Präsident Lawrence Guntner im April 2007 eine Spende von 2.500 Euro (Foto links).
An der Gebrüder-Grimm-Schule therapierte die Psychologin Susanne Wiedau aus Gifhorn 20 Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche. Sie trafen sich an zwei Nachmittagen in der Woche in Kleingruppen für 45 Minuten. Schulleiterin Dörte Gollin sagt: „Es ist erstaunlich, wie gern die Kinder nachmittags nochmals in die Schule kamen. Bei vielen ist eine deutliche Besserung eingetreten.“ Die Kinder lernten nicht nur Rechtschreibregeln, sondern auch Lerntechniken; ferner wurden sie gestärkt, um mit ihrer Schwäche selbstbewusst umzugehen; im Anschluss an die Förderstunden war Zeit für Elterngespräche.
Das Projekt ist erfolgreich verlaufen; kann aber aus privaten Mitteln so nicht fortgeführt werden. Vielmehr fordert die Stiftung vom Land Niedersachsen, für diese Kinder ein entsprechendes spezialisiertes Angebot bereit zu stellen. Diese psychologische Förderung kann von den Pädagogen an den Schulen nicht geleistet werden.


Beteiligung und Unterstützung des Sozialkaufhauses

Nach dem Vorbild anderer Sozialer Kaufhäuser gründeten 2010 der Kirchenkreis Gifhorn, die Dachstiftung Diakonie Gifhorn (Kästorf), die Röm.-kath. Kirchengemeinde St. Alfrid und die Stiftung „Zeit-Stiften“ das Kaufhaus Aller, gemeinnützige GmbH. Der Zweck der Gesellschaft ist die berufliche Qualifizierung und die soziale Betreuung von Arbeitslosen, insbesondere von Langzeitarbeitslosen, durch ein Handelsgeschäft mit der Bereitstellung brauchbarer, vorwiegend gespendeter, zum Leben notwendiger Waren (insbesondere Möbel, Hausrat und Kleidung) für einkommensschwache Menschen zu für sie erschwinglichen Preisen. Das Kaufhaus erfreut sich zunehmend großer Beliebtheit. Mehrfache räumliche Erweiterungen drücken den Erfolg aus. Der Zweck der Gesellschaft wird im Personalbereich voll erfüllt und hat erfreuliche Entwicklungen ergeben.

Kinder lernen Zirkus

Dem Vorstand lag ein Antrag des Mehrgenerationenhauses Omnibus auf Freikarten für Kinder für ein besonderes Zirkusprojekt in Gifhorn vor. Der Vorstand bewilligte hierfür einstimmig einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro für dieses Engagement (hier ein Clown während des Diakonie-Tages 2009).


ZOB

Das  Jugendhilfeprojekt ZielOrientiertes Bildungsangebot bekam einen Zuschuss für einen sozialen  Trainingskurs gewaltbereiter Jugendlicher. Die Teilnehmer sollen den Kurs mit einem größeren Verhaltensrepertoire verlassen und in Konfliktsituationen zukünftig nicht mehr auf ihr aggressives Verhalten zurückgreifen.

Diakonietag mit Entenrennen

Vier Diakonietage unter der Beteiligung der diakonischen Einrichtungen und der Kirchengemeinden sind in guter Erinnerung - zuletzt im September 2012 von Zeit-Stiften veranstaltet. Fast alle Gemeinden aus dem Kirchenkreis Gifhorn sind vor Ort, informieren über sich und ihre besonderen Angebote, bieten Leckeres zum Kauf, kommen miteinander und mit den Besuchern ins Gespräch. Jedes Mal ein „kleiner regionaler Kirchentag“. Der Diakonietag mit dem Entenrennen sind mittlerweile ein Markenzeichen für die Stiftung „Zeit-Stiften“ geworden, für das vielfältige diakonische Wirken. Und: tausende von Besuchern und Erwerber von Patenscheinen einer Rennente beobachten gespannt den Renneinlauf an der Hempel-Brücke. Die Stiftung „Zeit-Stiften“ erzielt übrigens mit den Entenrennen einen beträchtlichen Reinerlös und kann damit die aufgezählten Projekte fördern. Allein aus den Erträgen des Stiftungsfonds wäre das nicht möglich.


Weitere Förderprojekte

Diese Homepage-Darstellung stellt nur einen Ausschnitt aus der Förderpraxis der Stiftung Zeit-Stiften dar. Die Stiftung Zeit-Stiften hat in den zehn Jahren ihres Bestehens Projekte und Vorhaben mit insgesamt ca. 150.000 Euro gefördert - z.B. einen Kostenzuschuss für Hospiz-Fachausbildungen, Zuschüsse für Krümelgruppen, Gewährung von Hilfen an Eltern zur Bestreitung von  Kindergartenbeiträgen, Hilfen für Eltern für Essenszuschüsse, Übernahme von Teilnehmerbeiträgen für Jugendfreizeiten, Unterstützung von Hausaufgabenhilfe, Hilfe für suizidal-gefährdete Kinder ... Daneben konnte das Sftungskapital aus Erträgen, Zustiftungen und Mitteldotierungen um knapp 70.000 Euro auf nunmehr ca. 250.000 Euro vermehrt werden.